Özlem Demirel, Elisabeth Sachse
Özlem Demirel, Elisabeth Sachse
Zum wiederholten Male veranstaltet Kardinal Meisner am 21. Jan. 2010 seinen Soldatengottesdienst, um Soldaten und den Verteidigungsminister zu Guttenberg für die weltweiten Missionen der Bundeswehr zu „segnen“. Deutschland stationiert mittlerweile weltweit Soldaten unter dem Vorwand der humanitären Hilfeleistung. Der ehemalige Bundesverteidigungsminister Peter Struck sprach davon, dass Deutschland am Hindukusch verteidigt wird.
Die Partei DIE LINKE lehnt als einzige Partei im Bundestag den Einsatz von deutschen Soldaten im Ausland und damit Kriegseinsätze strikt ab.
Die Landtagskandidatin und Ratsfrau Özlem Alev Demirel erklärt:
„Mit Soldaten und Kriegsgeräten kann nie irgendeine humanitäre Verbesserung erreicht werden. Die seit Kriegsbeginn vorherrschenden Realitäten in Afghanistan und nicht zuletzt die Bombardierung des Tanklastzuges in Kundus beweisen dies.“
Von den von Kardinal Meisner „gesegneten“ Soldaten sind schon etliche in Särgen aus dem zentralasiatischen Land nach Deutschland zurückgekommen. Deutschland verfolgt dort eigene machtpolitische Interessen unter dem Vorwand der Terroristenjagd.
Über 70 % der deutschen Bevölkerung lehnen den Kriegseinsatz in Afghanistan konsequent ab.
Kardinal Meisner mit seiner konservativ-klerikalen Einstellung flankiert den NATO-Einsatz von geistlicher Seite und bereitet somit den Boden für die Herstellung der Opferbereitschaft von deutschen- und anderen NATO-Soldaten. Stattdessen könnte der Kardinal sich auch an die Seite der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirchen, Margot Käßmann, stellen, die den Krieg in Afghanistan ablehnt. Denn es kann keine Legitimation von Krieg und Auslandseinsätzen der Bundeswehr geben. Krieg ist Elend, Verarmung und Tod.
Deshalb ruft DIE LINKE. Köln zur Teilnahme an einer Protestdemonstration auf:
Am Donnerstag, 21. Januar 2010, ab 8:00 Uhr, auf der Domplatte.