Ein Großteil der Bachelorabsolventen an der Kölner Wiso-Fakultät hat keinen Zugang zum Masterprogramm erhalten. Die Wut unter den Studierenden ist verständlicherweise groß.
„Es handelt sich keineswegs um einen Einzelfall“, so Katharina Sass von der Kölner Hochschulgruppe dielinke.SDS: „In vielen Studiengängen stellt der Übergang vom Bachelor zum Master eine neue Hürde dar, so dass viele gezwungen werden, gegen ihren Willen ihr Studium zu beenden! Das ist unsozial und gesellschaftlich schädlich.“
Die flächendeckende Umstellung auf das Bachelor/Master-System im Zuge des Bologna-Prozesses führt zur sozialen Spaltung zwischen Zugangsberechtigten und Ausgeschlossenen. „Der Druck auf die Studierenden nimmt durch das Bachelor/Master-System massiv zu“, so Katharina Sass.
Bildung zum Zwecke umfassender menschlicher Entwicklung gerät an Hochschulen zunehmend ins Hintertreffen. An ihre Stelle treten verstärkte Verwertungsorientierung der Studiengänge und zunehmender Wettbewerb. „CDU und FDP genauso wie SPD und Grüne haben dieser fatalen Entwicklung den Weg bereitet“, so Alexander Recht, Mitglied im Kreisvorstand der LINKEN Köln.
DIE LINKE steht für eine deutlich andere Politik. „Die bisherige Umsetzung des Bologna-Prozesses lehnen wir ab. Ziel ist es, das so genannte Hochschulfreiheitsgesetz abzuschaffen“, so Özlem Demirel, für DIE LINKE Mitglied des Landtags NRW. „Wir möchten die Einleitung eines Studienreformprozesses anstoßen, in dessen Rahmen gemeinsam mit den Studierenden Reformmöglichkeiten und neue Studienabschlüsse entwickelt werden.“
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Kontakt:
Alexander Recht, Beisitzer im Kreisvorstand der Partei DIE LINKE Köln,
Tel.: 0171 – 680 82 27, E-Mail: a.recht@die-linke.org
Katharina Sass, Mitglied der Hochschulgruppe dielinke.SDS an der Uni Köln,
Tel.: 0176 – 638 611 81, E-Mail: kathisass@aol.com