Linksfraktion Köln
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Auf der morgigen Ratssitzung fällt die Entscheidung, wie die neue Stadtbahn die Rheinuferstraße queren wird. DIE LINKE. im Rat der Stadt Köln lehnt einen Tunnel an der Rheinuferstraße ab. Wenn SPD und Bündnis 90/ Die Grünen, die den Tunnel ebenfalls ablehnen, gemeinsam mit der LINKEN dagegen stimmen, kann so der Vorstoß von Oberbürgermeister Roters gestoppt werden.
„Der von Oberbürgermeister Roters geforderte Stadtbahntunnel unter der Rheinuferstraße ist unrealistisch!“ zürnt Jörg Detjen, Fraktionssprecher DIE LINKE. im Rat der Stadt Köln. „Würde nun eine Entscheidung für einen U-Bahntunnel getroffen, müssten bereits bestehende Bauwerke im Wert von circa 7 Millionen Euro wieder abgerissen werden. Dieses Geld ist für die aktuelle Planung erst in den letzten Monaten investiert worden. Das wäre ein echter Skandal in Zeiten knapper Kassen. Die Stadt Köln kann die 57 Millionen Euro, die der Bau des Tunnels mindestens kosten würde, nicht aufbringen. Ein Zuschuss von Land oder Bund gibt es nicht.“
Die Aussage der Verwaltung, der Tunnel könne bis 2014 fertig sein, ist unhaltbar. Laut KVB beträgt die Bauzeit zwischen 6,5 und 8,5 Jahren.
„Lässt Herr Roters den Tunnel bauen, riskiert er die komplette Finanzierung der Nord-Süd- Stadtbahn, denn durch den Tunnelbau kann sich die Inbetriebnahme der Stadtbahn verzögern. Es drohen dann Rückzahlungen von Hunderten Millionen Euro“, meint Detjen.
DIE LINKE. lehnt ebenso eine Tieferlegung der Straße ab. Auch diese unsinnige Maßnahme würde den städtischen Haushalt mit 60 bis 65 Mio. Euro belasten. Jede Tunnelbaumaßnahme am Rheinufer gefährdet das Hochwasserschutzkonzept der Stadt Köln und ist auch deshalb abzulehnen. Eine Verbreiterung der Rheinuferstraße auf sechs Spuren schlägt eine neue Schneise zwischen Rheinufer und Südstadt zugunsten des Autoverkehrs. DIE LINKE. fordert absoluten Bahnvorrang und appelliert an die Autofahrer, künftig die Bahn statt des Autos zu nutzen, um so den Stau auf der Rheinuferstraße zu vermeiden.