10. Dezember 2009 Elisabeth Sachse

Der Kampf gegen den Abbau qualifizierter Jugendarbeit geht weiter!

Gestern traf sich zum letzten Mal in diesem Jahr die Schweitzergarde zum Einstimmen in die Weihnachtspause. Bei Lagerfeuer, Glühwein und südamerikanischer Musik berichtete Gottfried Schweitzer kurz über den aktuellen Verfahrensstand: es steht noch eine Entscheidung aus über den Antrag auf Zwangsvollstreckung des Urteils des Arbeitsgerichtes, das die Geschäftsführung der JugZ gGmbH bisher mißachtet: dieses Urteil besagt, dass Gottfried Schweitzer unverzüglich an seinem ursprünglichen Arbeitsplatz im Bauspielplatz Friedenspark einzusetzen ist.

In Anbetracht der bisher angefallen Gerichtskosten, die Seitens der JugZ gGmbH  verursacht worden sind, ist es nicht nachvollziehbar, dass die Geschäftsführung ihre Politik weiter fortsetzen kann. Hier ist der Aufsichtsrat gefragt, um diesem Spiel ein Ende zu setzen.

Die Jugendarbeit in Köln wird weiter abgebaut, drei weitere Jugenzentren sollen geschlossen werden! Die durchschnittlichen Kosten für ein Jugendzentrum belaufen sich auf 200.000 € im Jahr pro Zentrum, während der Haushalt für fragwürdige Qualifizierungs-, Bewerbungs- und Traningsmaßnahmen, in die immer mehr Jugendliche unter Sanktionsandrohung gedrängt werden, für das nächste Jahr um 4 Mio. auf insgesamt 102 Mio. € angehoben werden konnte.

„Es ist ein Skandal, dass in einer Stadt wie Köln über Jahrzehnte gewachsene qualifizierte Jugendarbeit und deren Netzwerke vernichtet werden, während immer mehr Maßnahmeträger wie Pilze aus dem Boden schießen, die auf dem Rücken der Jugendlichen von Ausbildungs- und Arbeitsplatzmangel profitieren und eine äußerst bedenkliche Aufsichts- und Kontrollfunktion übernehmen.“, so Elisabeth Sachse, Sprecherin der LINKEN Köln.

Das nächste Treffen der Scheitzergarde findet statt am 06. Januar 2010 auf dem Eierplätzchen in der Südstadt. Interessierte sind herzlich willkommen!