20. Januar 2010 Linksfraktion Köln

Geldwerter Vorteil für „Pro Köln“

Finanzstarker Rechtsextremist wird neues Mitglied der Bewegung

Nach einer Rundreise durch die rechtsextreme Szene hat der deutsch-schwedische Unternehmer Patrik Brinkmann bei „Pro Köln“ seine neue Heimat gefunden. Bei jedem der Kölner Finanzskandale hat sich jene Gruppe als ungemein empört gegeben. Nun macht sie sich offenbar selbst abhängig von den Finanzmitteln einer Person.

Fraktionssprecher Jörg Detjen:
„‘Pro Köln’ sammelt den rechtsextremen Bodensatz ein. Die Beteuerungen der Kölner Rechtsextremen, sie hätten nichts mit DVU und NPD zu tun, sind reine Heuchelei. Wie zuvor die DVU könnte jetzt auch ‘Pro Köln’ von einer Person anhängig werden. Solche antidemokratischen Strukturen sollte das Parteigesetz unterbinden.“

Der Verfassungsschutz bezeichnet Patrik Brinkmann laut Spiegel als eine „Führungsfigur im internationalen Rechtsextremismus“. Brinkmann gründete die NPD-nahe „Kontinent Europa Stiftung“ zur internationalen Vernetzung intellektueller Rechtsextremisten, war Mitglied der DVU, tritt nun der „Pro“-Bewegung bei und plant ihr Vorsitzender in Berlin zu werden.

Anscheinend ist Brinkmann Finanzier der „Pro“-Bewegung geworden. Nach Angaben von „Pro Köln“ wird der „finanzstarke Unternehmer“ den Wahlkampf in NRW unterstützen. Nach Beinahe-Pleite und Bettelaktion ist „Pro Köln“ offenbar mehr als glücklich über den neuen Geldgeber. Dass sie damit am Tropf eines ausgewiesenen Rechtsextremisten hängen, stört diese „Saubermänner“ anscheinend nicht.