Der ehemalige Chef der Sparkasse KölnBonn Gustav Adolf Schröder soll einen Beratervertrag beim Esch-Oppenheim Fonds gehabt haben. Diesen Eindruck haben die Mitglieder des Verwaltungsrates der Sparkasse heute gewonnen. Pikanterweise scheint der inzwischen einschlägig bekannte Prof. Rolf Bietmann den Vertrag als Verwaltungsratsvorsitzender gegengezeichnet zu haben.
Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzender Jörg Detjen: „Der Verdacht auf Untreue liegt auf der Hand. Die ‘Beraterbank’ hat nicht nur politische Freunde über Beraterverträge finanziert, sondern ihr eigener Vorsitzender wurde mit einem solchen Vertrag von einer anderen Bank beschenkt. Diese dreiste Selbstbedienung verschlägt einem den Atem.
Auch wenn jetzt die Staatsanwaltschaft ermittelt, sollte die Sparkasse zum Schutz des Unternehmens und der unbescholtenen Mitarbeiter eine Sonderprüfung bei der BaFin beantragen.
Jetzt wird auch klar, warum Bietmann nach dem Wahlsieg 1999 Schröder nie als Vorstandvorsitzenden der Sparkasse ausgetauscht hat. Sie waren ein Gespann, das gigantische Finanzprojekte eingeleitet und sich das Geld in die eigenen Taschen gesteckt hat.“
Die Fraktion DIE LINKE. wird den Antrag auf Aktuelle Stunde am Dienstag durchsetzen und die verbreitete Korruption in der Kölner Politik thematisieren.