Ich begrüße die betriebliche Regelung, mit der für 256 Beschäftigte aus der Leiharbeit der Qualifizierungsperspektiven geschaffen werden statt sie in die Erwerbslosigkeit zu entlassen. Sie ist ein, ist ein wichtiger erster Erfolg der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft IG Metall im Kampf gegen die Abwälzung der Kosten der Krise auf die Beschäftigten.
Dass bereits ausgesprochene Kündigungen zurückgezogen wurden, ist zugleich eine schallende Ohrfeige für die Vertreter der Kölner Kommunalpolitik in den Gremien der Agentur für Arbeit, die mit ihrer Zustimmung zu einer Verkürzung von Schutzfristen Adecco die die Massenentlassung vor Weihnachten erst möglich gemacht hatten: Statt vorauseilendem Gehorsam für die Profitinteressen der Leihfirmen ist politischer Druck nötig, um die insgesamt 13.000 Kölner Zeitarbeitsbeschäftigten vor dem Absturz in die Erwerbslosigkeit zu bewahren. Besonders für die vielen jüngeren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund müssen Qualifizierungsperspektiven geschaffen werden, damit sie nicht ins Bodenlose stürzen.
Um die arbeitsmarktpolitische Zeitbombe Zeitarbeit wirksam zu entschärfen, sind allerdings weitere gesetzliche Schritte zur Einschränkung der Zeitarbeit, die Ausweitung der Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte in Zeitarbeitsunternehmen und Entleihbetrieben nötig. Die LINKE hat Vorschläge dafür in den Bundestag eingebracht und fordert die Durchsetzung des Prinzips ‚Gleicher Lohn für gleiche Arbeit’ auch in der Leiharbeit.